Zwei Einbauorte, unterschiedliche Schwerpunkte
Eine Aufglasmarkise sitzt oberhalb der Eindeckung. Eine Unterglasmarkise wird darunter montiert. Beide Lösungen spenden Schatten; die passende Wahl hängt von der Konstruktion und Ihrer Nutzung ab.
Aufglas: Sonnenschutz vor der Dachfläche
Oberhalb des Glases kann die Markise die Sonneneinstrahlung abfangen, bevor sie die Dachfläche passiert. Zugänglichkeit, Montagepunkte und die vom Hersteller vorgesehenen Abstände gehören zur Planung.
Unterglas: geschützt unter der Eindeckung
Die Montage unter dem Dach lässt das Tuch weniger direkt der Witterung ausgesetzt sein. Die Einbauhöhe und ein geeigneter Abstand zum Glas müssen zum vorhandenen System passen.
Seitliche Sonne nicht vergessen
Eine Dachmarkise allein löst nicht jede Blendung. Besonders morgens und abends kann seitlicher Sonnenschutz sinnvoll sein. Wir betrachten deshalb auch Ausrichtung, Sitzplatz und gewünschte Tageszeiten.
Vor der Entscheidung ansehen
Tuchfarbe, Transparenz und Bedienung verändern das Erlebnis deutlich. Besprechen Sie Muster und Ausstattungsoptionen im Showroom und lassen Sie die Kompatibilität mit Ihrem Dach prüfen.

Welche Lösung passt zur Nutzung Ihrer Terrasse?
Betrachten Sie zunächst die Situationen, in denen Ihnen Schatten fehlt. Ist es die Mittagssonne auf dem Esstisch oder die tiefe Abendsonne auf der Lounge? Wird die Terrasse offen genutzt oder sind bereits Glasseiten vorhanden? Aus diesen Antworten ergibt sich, welche Flächen überhaupt beschattet werden müssen.
Eine Aufglasmarkise setzt oberhalb der Verglasung an. Bei einer Unterglasmarkise liegt das Tuch unter dem Dach und ist dort vor direktem Wettereinfluss besser geschützt. Die konkrete Wirkung hängt auch von Tuch, Abdeckung, Belüftung und Ausrichtung ab. Ein pauschales Temperaturversprechen wäre deshalb keine gute Entscheidungsgrundlage.
Die wichtigsten Unterschiede im Überblick
Wenn die Begrenzung des Sonneneintrags vor der Glasfläche besonders wichtig ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Aufglaslösung. Wenn die geschützte Einbauposition des Tuchs im Vordergrund steht, kann eine Unterglaslösung passend sein. Beide Systeme müssen zum Dach und seinen Befestigungsmöglichkeiten passen.
Vergleichen Sie außerdem die Erreichbarkeit für Pflege und Wartung. Fragen Sie, wie das Tuch und die Führungsschienen im konkreten Aufbau zugänglich bleiben. Entscheidend ist die gesamte Konstruktion und nicht nur die Frage, ob der Markisenkasten oberhalb oder unterhalb des Glases sitzt.
Tuch, Bedienung und seitliche Sonne abstimmen
Lassen Sie sich Stoffmuster zeigen und beurteilen Sie diese möglichst bei Tageslicht. Farbton und Transparenz beeinflussen den Eindruck unter dem Dach. Ein Muster am Bildschirm ersetzt diese Wirkung nur eingeschränkt. Prüfen Sie auch, wie der Stoff zur Fassade, zum Gestell und zu den Möbeln passt.
Bei tiefer Sonne kann ein seitlicher Screen oder ein geeignetes Volant-Rollo helfen, sofern das ausgewählte System diese Ausstattung unterstützt. Besprechen Sie die Bedienung gemeinsam mit möglichen Sensoren. Automatik ist eine Komfortfunktion; die zum Produkt gehörenden Betriebsgrenzen bleiben maßgeblich.
Nachrüstung: diese Unterlagen helfen
Für ein bestehendes Terrassendach sind Fotos von außen, von unten und von den Wandanschlüssen hilfreich. Ergänzen Sie Herstellerangaben, vorhandene Unterlagen und ungefähre Maße. So lässt sich die Einbausituation besser einschätzen. Bohren oder verändern Sie die Konstruktion nicht auf eigene Vermutung.
Vor einer Bestellung müssen Einbauraum, Befestigung, Stromversorgung und Zugang geprüft werden. Lassen Sie sich anschließend die vorgesehene Montageposition und den Leistungsumfang erklären. So wissen Sie, was an Ihrem Dach ergänzt wird und welche Vorbereitungen erforderlich sind.
Drei Alltagssituationen für die Entscheidung
Sie sitzen überwiegend mittags unter einem Glasdach: Prüfen Sie zuerst die Einstrahlung von oben und vergleichen Sie Aufglas- und Unterglasbeschattung. Berücksichtigen Sie dabei die Öffnung der Seiten und den Luftaustausch.
Sie nutzen die Terrasse vor allem abends: Tiefe Sonne kann seitlich unter einer Dachmarkise hindurchscheinen. Markieren Sie den betroffenen Sitzplatz und die Richtung der Sonne. Ein geeigneter seitlicher Screen kann wichtiger sein als eine größere Markise über dem Dach.
Sie möchten später Glasseiten ergänzen: Planen Sie Beschattung und Lüftungsmöglichkeiten vor dem Ausbau. Eine bisher offene Terrasse verhält sich mit geschlossenen Seiten anders. Stellen Sie sicher, dass Markisenkasten, Schienen und geöffnete Glasflügel sich nicht gegenseitig behindern.
Diese Angaben helfen bei der Anfrage zur Nachrüstung
Fotografieren Sie das komplette Dach sowie Profile, Dachunterseite und vorhandene Anbauteile. Ergänzen Sie die ungefähren Außenmaße und, falls bekannt, Hersteller und Systembezeichnung. Notieren Sie außerdem, wo eine Stromversorgung vorhanden ist.
Nennen Sie die Tageszeit, zu der Sie Schatten brauchen, und beschreiben Sie den gewünschten Sitzplatz. Für eine geeignete Befestigung und genaue Maße bleibt eine technische Prüfung erforderlich. Bohren Sie zur Vorbereitung keine zusätzlichen Löcher in Profile und verändern Sie keine vorhandenen Anschlüsse.
Häufige Fragen
Ist eine Aufglasmarkise immer die bessere Wahl?
Nein. Der Sonnenschutz vor der Verglasung ist ein wichtiger Unterschied, aber Einbausituation, Nutzung und Pflegezugang gehören ebenfalls zur Entscheidung.
Reicht eine Dachmarkise gegen Abendsonne?
Nicht immer. Tief einfallendes Licht kann unter der Dachkante hindurchkommen. Seitliche Beschattung sollte passend zur Sonnenseite mitgeplant werden.
